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MS-DOS 6.22 Set

Anmerkungen  Beispiele

Belegt oder löscht MS-DOS-Umgebungsvariablen oder zeigt diese an.

Mit den Umgebungsvariablen können Sie steuern, wie sich bestimmte Stapelverarbeitungsdateien und Programme verhalten und wie MS-DOS funktioniert und auf dem Bildschirm erscheint. Der Befehl SET wird häufig in den Dateien AUTOEXEC.BAT und CONFIG.SYS verwendet, um bestimmte Umgebungsvariablen automatisch bei jedem Start von MS-DOS zu belegen.

Syntax

SET [Variable=[Zeichenkette]]

Zur Anzeige der aktuellen Umgebungseinstellungen verwenden Sie die folgende Syntax:

SET

Parameter

Variable

Gibt die Variable an, die Sie einstellen oder ändern möchten.

Zeichenkette

Gibt die Zeichenkette an, die Sie der angegebenen Variablen zuweisen möchten.

Verwandte Befehle

Information darüber, wie Sie Umgebungsvariablen einstellen können, mit denen MS-DOS seine eigene Arbeitsweise steuert, finden Sie bei den Befehlen Path, Prompt, Shell und Dir.

Anmerkungen
Anzeigen der aktuellen Umgebungseinstellungen

Wenn Sie den Befehl SET ohne Parameter eingeben, zeigt MS-DOS die aktuellen Umgebungseinstellungen an. Zu diesen Einstellungen gehören normalerweise die Umgebungsvariablen COMSPEC und PATH, die MS-DOS einsetzt, um auf Datenträgern nach Programmen zu suchen. PROMPT und DIRCMD sind weitere von MS-DOS verwendete Umgebungsvariablen. Zusätzliche Informationen zu DIRCMD finden Sie bei dem Befehl Dir.

Einsetzen von Parametern

Wenn Sie einen SET-Befehl einsetzen und für die beiden Parameter Variable und Zeichenkette Werte angeben, fügt MS-DOS die angegebene Variable zu der Umgebung hinzu und weist ihr die angegebene Zeichenkette zu. Ist die Variable bereits Bestandteil der Umgebung, wird deren alte Zeichenkette durch die neue ersetzt.

Wenn Sie innerhalb eines SET-Befehls lediglich eine Variable und ein Gleichheitszeichen, aber keine Zeichenkette angeben, löscht MS-DOS die Zeichenkette, die der Variablen bis dahin zugewiesen war. (Danach ist die Variable praktisch nicht mehr vorhanden.)

Verwenden des Befehls SET in Stapelverarbeitungsdateien

Wenn Sie Stapelverarbeitungsprogramme schreiben, können Sie mit dem Befehl SET Variablen erzeugen, die Sie so einsetzen können, als wären sie numerierte Variablen %0 bis %9. Als Eingabe für einen SET-Befehl sind auch die numerierten Variablen %0 bis %9 zulässig.

Aufrufen einer SET-Variablen aus einer Stapelverarbeitungsdatei heraus

Wenn Sie aus einer Stapelverarbeitungsdatei heraus auf eine Umgebungsvariable zugreifen möchten, müssen Sie deren Namen in Prozentzeichen (%) einschließen. Erzeugt Ihre Stapelverarbeitungsdatei beispielsweise eine Variable namens BAUD, können Sie die Zeichenkette, die der Variablen BAUD zugewiesen ist, als ersetzbaren Parameter einsetzen, indem Sie %BAUD% in die Befehlszeile einfügen.

Wie sich ein SET-Befehl auf den Speicherplatz des Umgebungsbereichs auswirkt

Im Anschluss an einen SET-Befehl zeigt MS-DOS eventuell die folgende Meldung an:

Kein Speicherplatz mehr im Umgebungsbereich

Diese Meldung weist darauf hin, dass der für die Umgebungsvariablen verfügbare Speicherplatz nicht ausreicht, um die neue Variablendefinition aufzunehmen. Information darüber, wie mehr Speicherplatz für die Umgebungsvariablen reserviert werden kann, finden Sie bei dem Befehl Command.

Verwenden der Umgebungsvariablen COPYCMD

Mit dem Wert für die Umgebungsvariable COPYCMD können Sie festlegen, das Sie bei der Arbeit mit den Befehlen COPY, MOVE und XCOPY vor dem Überschreiben einer Datei generell zur Bestätigung aufgefordert werden. Diese Einstellung gilt für den Aufruf dieser Befehle an der Eingabeaufforderung und aus einer Stapelverarbeitungsdatei.

Damit Sie vor dem Überschreiben von Dateien mit den Befehlen COPY, MOVE und XCOPY generell zur Bestätigung aufgefordert werden, weisen Sie der Umgebungsvariablen COPYCMD den Wert /-Y zu. Wenn Dateien mit diesen Befehlen generell ohne vorherige Bestätigung überschrieben werden sollen, weisen Sie der Umgebungsvariablen COPYCMD den Wert /Y zu.

Beim Aufruf dieser Befehle mit der Option /Y oder /-Y werden alle Standardeinstellungen sowie die aktuelle Einstellung der Umgebungsvariablen COPYCMD außer Kraft gesetzt.

Beispiele

Um eine Umgebungsvariable namens INCLUDE zu erzeugen und dieser die Zeichenkette C:\INC (Verzeichnis INC auf Laufwerk C:) zuzuweisen, geben Sie folgenden Befehl ein:

set include=c:\inc

Danach können Sie die Zeichenfolge C:\INC in Stapelverarbeitungsprogrammen verwenden, indem Sie den Namen INCLUDE in Prozentzeichen (%) einschließen. Beispielsweise könnten Sie den folgenden Befehl in eine Stapelverarbeitungsdatei einfügen, um sich den Inhalt des Verzeichnisses anzeigen zu lassen, das mit der Umgebungsvariablen INCLUDE verknüpft ist:

dir %include%

Wenn MS-DOS diesen Befehl verarbeitet, ersetzt es den Eintrag %INCLUDE% durch die Zeichenkette C:\INC.

Das nachstehende Stapelverarbeitungsprogramm verdeutlicht eine weitere Einsatzmöglichkeit des Befehls SET. Dieses Programm erweitert die Umgebungsvariable PATH um einen neuen Verzeichnisnamen:

@echo off
rem ERWPATH.BAT fügt zu der Umgebungsvariablen
rem PATH einen weiteren Verzeichnisnamen hinzu.
set path=%1;%path%
set