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MS-DOS 6.22 Diskcopy
Anmerkungen

Kopiert den gesamten Inhalt einer der Disketten auf eine andere Diskette. DISKCOPY überschreibt den bestehenden Inhalt der Zieldiskette, während die neuen Informationen darauf kopiert werden.

Dieser Befehl ermittelt die Anzahl der zu kopierenden Seiten auf der Basis des Quellenlaufwerks und der Quelldiskette.

Syntax

DISKCOPY [Laufwerk1: [Laufwerk2:]] [/1] [/V] [/M]

Parameter

Laufwerk1:

Bezeichnet das Laufwerk mit der Quelldiskette.

Laufwerk2:

Bezeichnet das Laufwerk mit der Zieldiskette.

Optionen

/1

Kopiert nur die erste Seite einer Diskette.

/V

Prüft, ob die Informationen korrekt kopiert wurden. Durch die Verwendung dieser Option wird der Kopiervorgang verlangsamt.

/M

Gibt an, dass DISKCOPY Daten nur im konventionellen Speicher zwischenspeichert. Als Standardvorgabe verwendet DISKCOPY zur Zwischenspeicherung die Festplatte, damit kein Diskettenwechsel erforderlich ist.

Zugehöriger Befehl

Informationen über das Kopieren einer oder mehrerer Dateien finden Sie bei der Beschreibung des Befehls Copy.

Informationen über das Kopieren von Verzeichnissen und Unterverzeichnissen finden Sie bei der Beschreibung des Befehls Xcopy.

Informationen über das Vergleichen zweier Disketten, um zu sehen, ob sie identisch sind, finden Sie bei der Beschreibung des Befehls Diskcomp.

Anmerkungen
Unzulässiges Laufwerk für DISKCOPY

Der Befehl DISKCOPY arbeitet nur mit auswechselbaren Datenträgern, wie z.B. Disketten. Mit einer Festplatte oder einem Netzlaufwerk können Sie DISKCOPY nicht verwenden. Wenn Sie für Laufwerk1 oder Laufwerk2 eine Festplatte angeben, zeigt DISKCOPY folgende Fehlermeldung an:

Ungültige Laufwerksangabe
Angegebenes Laufwerk existiert nicht oder ist kein Diskettenlaufwerk
Verwenden von DISKCOPY mit komprimierten Disketten

Mit DISKCOPY können Sie keine komprimierte Diskette direkt kopieren. Um eine komprimierte Diskette zu kopieren, geben Sie das Host-Laufwerk der Diskette als Parameter Laufwerk1 an. Um festzustellen, welches Laufwerk das Host-Laufwerk ist, geben Sie an der Eingabeaufforderung DRVSPACE /LIST ein.

Wenn sich zum Beispiel in Laufwerk A: eine komprimierte Diskette befindet, deren Host-Laufwerk das Laufwerk H: ist, können Sie die Diskette mit dem folgenden Befehl kopieren:

diskcopy h: b:
DISKCOPY-Meldungen

Der Befehl DISKCOPY fordert Sie zum Einlegen der Quell- und Zieldisketten auf und wartet, bis Sie eine beliebige Taste drücken.

Nach dem Kopieren zeigt DISKCOPY die folgende Meldung an:

Noch eine Diskette kopieren (J/N)?

Wenn Sie J drücken, fordert DISKCOPY Sie zum Einlegen der Quell- und Zieldisketten für den nächsten Kopiervorgang auf. Um DISKCOPY zu beenden, drücken Sie N.

Wenn Sie auf eine unformatierte Diskette in Laufwerk2 kopieren, formatiert DISKCOPY mit derselben Anzahl von Seiten und Sektoren pro Spur, wie sie sich auf der Diskette in Laufwerk1 befinden. Beim Formatieren und Kopieren der Dateien zeigt DISKCOPY die folgende Meldung an:

Diskette wird beim Formatieren kopiert

Wenn die Kapazität der Quelldiskette größer als die der Zieldiskette ist und Ihr Computer diesen Unterschied erkennen kann, zeigt DISKCOPY die folgende Meldung an:

Laufwerk- oder Diskettentypen sind nicht kompatibel.

Wenn Sie J drücken, versucht DISKCOPY, die Zieldiskette zu formatieren und die Dateien zu kopieren.

Datenträgernummern

Besitzt die Quelldiskette eine Datenträgernummer, erzeugt DISKCOPY für die Zieldiskette eine neue Datenträgernummer und zeigt sie nach dem Kopieren an.

Weglassen von Laufwerk-Parametern

Wenn Sie den Parameter Laufwerk1 weglassen, verwendet DISKCOPY das aktuelle Laufwerk als Ziellaufwerk. Wenn Sie beide Laufwerk-Parameter weglassen, verwendet DISKCOPY das aktuelle Laufwerk für beide. Ist das aktuelle Laufwerk dasselbe wie Laufwerk1, fordert DISKCOPY bei Bedarf zum Auswechseln der Disketten auf.

Verwenden eines einzigen Laufwerks zum Kopieren

Wenn dasselbe Laufwerk als Quell- und Ziellaufwerk dient, speichert DISKCOPY ein Abbild der Quelldiskette in dem Verzeichnis, das durch die Umgebungsvariablen TEMP definiert ist. Wenn auf dem Laufwerk für das Abbild der Quelldiskette nicht genügend Speicherplatz zur Verfügung steht, ist gegebenenfalls ein Diskettenwechsel erforderlich. DISKCOPY fordert Sie dann jeweils zum Einlegen einer Diskette in das Laufwerk auf. DISKCOPY liest die Daten von der Quelldiskette, schreibt sie auf die Zieldiskette und fordert Sie erneut zum Einlegen der Quelldiskette auf. Dieser Vorgang läuft so lange ab, bis die gesamte Diskette kopiert ist.

Vermeiden von Diskettenfragmentierung

Da DISKCOPY eine exakte Kopie der Quelldiskette auf die Zieldiskette vornimmt, wird auch jede Fragmentierung auf der Quelldiskette auf die Zieldiskette übertragen. Unter Fragmentierung versteht man das Vorhandensein kleiner ungenutzter Bereiche zwischen auf dem Datenträger gespeicherten Dateien.

Eine fragmentierte Quelldiskette kann das Finden, Lesen oder Schreiben von Dateien verlangsamen. Um zu vermeiden, daá die Fragmentierung von einer Diskette auf eine andere übertragen wird, verwenden Sie den Befehl COPY oder XCOPY zum Kopieren Ihrer Diskette. Da COPY und XCOPY Dateien sequentiell kopieren, ist die neue Diskette nicht fragmentiert.

Kopieren von Start-Disketten

Wenn Sie den Befehl DISKCOPY zum Kopieren einer Start-Diskette (enthält die Systemdateien) verwenden, wird auch die Kopie zur Start-Diskette. Wenn Sie den Befehl COPY oder XCOPY zum Kopieren einer Start-Diskette verwenden, ist die Kopie normalerweise keine Start-Diskette.

DISKCOPY-Beendigungscodes

Die folgende Liste zeigt jeden Beendigungscode und beschreibt kurz die Bedeutung aller DISKCOPY-Beendigungscodes (Errorlevel):

0

Der Kopiervorgang war erfolgreich.

1

Ein leichter Schreib/Lesefehler trat auf.

2

Der Benutzer hat die STRG-TASTE+C gedrückt, um das Kopieren abzubrechen.

3

Ein kritischer Fehler trat auf.

4

Ein Initialisierungsfehler trat auf.

Sie können den Parameter ERRORLEVEL in der IF-Befehlszeile eines Stapelverarbeitungsprogramms verwenden, um die von DISKCOPY zurückgegebenen Beendigungscodes zu verarbeiten. Ein Beispiel eines Stapelverarbeitungsprogramms, das Beendigungscodes verarbeitet, finden Sie bei der Beschreibung des Befehls Choice.